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Die Geheimnisse von Tieren, Pilzen und Steinen

Die „Naturschatzkammer“ in Neuheide bei Graal-Müritz beherbergt eine der größten Natursammlungen Mecklenburg-Vorpommerns

Inmitten unberührter Natur liegt das Ostseeheilbad Graal-Müritz, umgeben von Küstenlandschaften, Wäldern und Mooren, Naturschutzgebieten und dem riesigen Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Natururlauber entdecken hier zu jeder Jahreszeit die Vielfalt seltener ursprünglicher Lebensräume.

Ein besonderes Ausflugsziel, um diese Eindrücke zu vertiefen, liegt nur wenige Kilometer von Graal-Müritz entfernt, mitten im Waldgebiet der großen Rostocker Heide. „Naturschatzkammer & Paradiesgarten“ heißt das privat geführte Museum in Neuheide, das der Mecklenburger Robby Krasselt im Laufe vieler Jahre aufgebaut hat. Heute beherbergt es mit über 60 000 Exponaten eine der größten Natursammlungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Angefangen hat Robby Krasselt 1999 mit einem Pilzmuseum. 250 Arten „zwischen essbar und tödlich“ werden hier inzwischen präsentiert. Besonders am Herzen liegt dem Tierpräparator die einheimische Fauna. Mehr als 1 000 Tiere hat er für sein Museum präpariert. „Vom Zaunkönig bis zum Seeadler mit über zwei Metern Flügelspanne, von der Zwergmaus bis zum majestätischen Rothirsch zeigen wir hier alles lebensecht“, erklärt Krasselt während einer Führung durch sein Museum. 80% der einheimischen Vogelwelt können die Besucher hier kennenlernen. Der ausgestellte Rothirsch ist ein imposanter 28-Ender, also 14 Jahre alt. Allein sein Geweih wiegt 13 Kilogramm. Seltenheiten haben es dem Museumsleiter besonders angetan: Auf 30 Millionen Rehe kommt ein Albino-Reh. Ein Exemplar mit dieser außergewöhnlichen Farbpigmentstörung steht in Neuheide in der Vitrine.

Auch rund 13 000 Muschel- und Schneckenarten erwarten den Besucher. Millimetergroß ist das Gehäuse der kleinen Pfeilschnecke, dem giftigsten Tier der Welt. 70 Kilogramm wiegt eine Hälfte der Riesenmuschel, der größten dieser Erde. In der umfangreichsten Edelstein- und Mineralienausstellung ganz Norddeutschlands spielt Krasselt mit Licht- und Farbeffekten. Unter Schwarzlicht werden fluoreszierende Substanzen in strahlendem Blau, Grün oder Rot sichtbar.

Besonders interessant ist die große Bernsteinsammlung. 1 700 von ihnen gibt es in Neuheide. Die „Naturschatzkammer“ ist die größte Sammlung mit Einschlüssen in Mecklenburg-Vorpommern. „Nur jeder zehntausendste Bernstein hat überhaupt Inklusen“, sagt Robby Krasselt. Und er gibt gleich noch einen Tipp preis, wann Besucher selbst Chancen haben, am Strand von Graal-Müritz die „Tränen der Götter“ zu finden: „Die See muss unter vier Grad kalt sein, und es muss einen Nordoststurm gegeben haben, der ordentlich Geröll mit an den Strand gebracht hat. Dann kann es losgehen“, erklärt der Experte.

Die Naturschatzkammer ist ganzjährig, auch an Sonn- und Feiertagen, von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, nach telefonischer Vereinbarung auch an zusätzlichen Terminen. Im Frühling können Besucher mittels Videokamera live in das Steinkauzgelege im Hof schauen, und die Aufzucht und Fütterung der Jungen beobachten. Im Sommer tummeln sich auf den 3.500 Quadratmetern des „Paradiesgartens“ 1 000 Schmetterlinge.

Unter 038206/7 99 21 oder pilzmuseum@arcor.de können Gruppenbesuche angekündigt und Führungen ab zehn Personen vereinbart werden. Von Graal-Müritz aus erreicht man das Museum sehr gut mit dem Fahrrad. Schön ist auch eine Wanderung durch das Ribnitz-Müritzer Hochmoor nach Neuheide. Informationen dazu gibt es bei der Tourismus- und Kur GmbH im Haus des Gastes, Rostocker Straße 3, 18181 Graal-Müritz, Tel. 038206/70 30, www.graal-mueritz.de.

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Pressekontakt:

Roman Ferken
Tourismus- und Kur GmbH
Rostocker Straße 3, 18181 Graal-Müritz,
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