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Kühle Meeresluft hilft jetzt beim Atmen

Das Ostseeheilbad Graal-Müritz hat drei verschiedene Klimazonen

„Gerade die Übergangszeit bis Mai“, sagt Dr. Lutz Koch aus Graal-Müritz, „müssen wir nutzen.“ Der Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin arbeitete fast vier Jahrzehnte in dem Seeheilbad bei Rostock. Seitdem beobachtet der Mediziner die Wirkung der Ostseeluft auf Lungen, Herz, Wärmeregulation und Immunsystem.

Insbesondere die kühle Meeresluft hat einen großen Nutzen für die Gesundheit. „Die kalte Luft, die wir einatmen, und die wir auf der Haut spüren, fördert die Durchblutung der Atemwegsschleimhäute und vor allem auch die der Gesichtshaut. Rote Nasen und Wangen sind ein Zeichen dafür.“ Das wiederum hat positive Folgen für den gesamten Organismus. Nirgendwo sonst, so der Graal-Müritzer Arzt, habe der Mensch eine so hohe Dichte von Kälterezeptoren wie im Gesicht. Werden sie stimuliert, so reguliere das die Durchblutung des gesamten Körpers und trainiere außerdem seinen Wärmehaushalt: „Blutdruck und Herzfrequenz werden gesenkt. Man friert und schwitzt weniger.“

Drei Luftzonen gibt es in Graal-Müritz: die Brandungszone direkt an der Wasserkante, die Zone der Strandpromenade und die einzigartige umfangreiche Waldzone. Für die Atemwege, die nun lange in der trockenen Heizungsluft gelitten haben, und für Menschen, die von Erkältungen, Atemwegsinfekten oder Kurzatmigkeit geplagt sind, empfiehlt Dr. Koch die Brandungszone: „Fast immer kommt der Wind hier bei uns über das Meer. Somit ist die Luft direkt an der Wasserkante sauber und zu 100 Prozent mit Meerwasseraerosol gesättigt. Dieses Gemisch aus Luft und feinzerstäubtem Meereswasser dringt tief in die Atemwege ein, reinigt und befeuchtet deren Schleimhäute. Das Sekret wird verflüssigt. Deswegen läuft die Nase und man kann auch leichter abhusten.“ Das Gleiche passiere, so Koch, auch mit den Schleimhäuten der Augen: Sie tränen nämlich sehr schnell. Mindestens eine Stunde Aufenthalt in der Brandungszone empfiehlt der Mediziner: „Am besten bei Wind“. Auch für Kinder und Kleinkinder mit chronischer Bronchitis und anderen Atemwegsinfekten sei das Atmen in der kühlen Meeresluft heilsam. Und für alle Besucher gelte: Auch ein Wochenendbesuch kann da schon positive Effekte haben.

Die zweite Klimazone ist in Graal-Müritz der Bereich der Strandpromenade. Hier ist es an den meisten Stellen durch niedrige Gehölze windgeschützt. Die Luft ist noch zu 20 Prozent mit Meerwasseraerosol angereichert. Stundenlang kann man hier auf der sechs Kilometer langen Promenade etwas für die Gesundheit tun und immer noch in den Genuss der guten Luft kommen. „Wer es schafft, bei 100 bis 120 Schritten pro Minute ein sogenanntes forciertes Gehen aufzunehmen, trainiert Herz und Kreislauf auf ideale Weise“, erklärt Dr. Lutz Koch.

Wer den Wind am Strand ganz vermeiden möchte, zieht sich mit nur wenigen Schritten über die Düne in den Küstenwald, die dritte Klimazone, zurück. Hier hört man schon nach 20 Metern die Ostsee nur noch von fern rauschen. Die Mischung aus Wald- und Meeresluft, die sich hier bildet, schafft ein besonders mildes und ausgeglichenes Heilklima, ideal zur Regeneration und Erholung. Auch in dieser Klimazone können die Besucher von Graal-Müritz stundenlang spazieren gehen, entspannen und dabei die Natur entdecken. Der Küstenwald, die Rostocker Heide, ist das größte geschlossene Waldgebiet Norddeutschlands.

Sowohl die Graal-Müritzer Kliniken als auch viele Hotels nutzen das besondere Klima des Ortes für ihre Gesundheits- und Wellnessangebote.

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Pressekontakt:

Roman Ferken
Tourismus- und Kur GmbH
Rostocker Straße 3, 18181 Graal-Müritz,
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